eine auswahl meiner romanübersetzungen aus haiti, iran und sudan.
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mohammad reza bayrami, iran
jugendroman aus dem farsi
von wölfen verfolgt reitet djalal über verschneite hänge im sabalan-gebirge, um den arzt aus dem nachbardorf zu holen. der soll dem schwer kranken vater helfen. doch vergebens, der vater stirbt. nun muss der junge djalal verantwortung übernehmen, nicht nur auf seine kleine schwester achten, sondern sich gemeinsam mit der mutter um die versorgung der familie kümmern. spannend & einfühlsam geschrieben.
erhielt 2000 preiselbär und blaue brillenschlange, zürich & bern
nagel & kimche baobab, 2000

leila aboulela, sudan
roman aus dem englischen
sammar folgt ihrem mann von khartoum nach aberdeen, schottland und bleibt auch dort, nachdem er bei einem autounfall ums leben kommt. als übersetzerin arbeitet sie für einen schottischen orientalistik-professor, in den sie sich bald verliebt.
auf der suche nach antworten in einer welt, in der geografische distanz schnell überwunden ist, entsteht die chronik einer behutsamen annäherung von süd und nord, islam und christentum.
lamuv, 2001
leila aboulela, sudan
roman aus dem englischen
die erzählungen zwischen orient und okzident loten räume aus, in denen islam und christentum aufeinander treffen, wo wundersame, traurige, erfreuliche und alltägliche dinge geschehen, ob in schottland oder im sudan, im kebab-imbiss, oder in der abtreibungsklinik. die autorin fordert freiräume, will in der begegnung mit anderen neues aufnehmen, ohne die eigene identität aufzugeben. dass man dabei auch auf manch ärgerliche entdeckung stößt, zeigt die erzählung das museum, für die die autorin den renommierten caine-preis für afrikanische literatur erhielt.
lamuv, 2002

yanick lahens, haiti
roman aus dem französischen
alice bekommt eine ohrfeige, als ihr vater sie zu vaudoun-rhythmen tanzen sieht. wie vater und großvater vor ihr soll auch sie die traditionelle gesellschaft hinter sich lassen. in ihrem onkel hat alice einen verbündeten; auch er sieht haitis zukunft nicht allein in der orientierung an den werten des nordens. familie als spiegel einer gespaltenen gesellschaft, die vor 200 jahren das koloniale joch abgeschüttelt hat und von ihrer geschichte doch eingeholt wird.
rotpunkt, 2004
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